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Spende der Barbarossakinder ermöglicht Anschaffung eines Zwillingsbettchens für die Gelnhäuser Frühgeborenenstation

Die Zahl der Zwillingsgeburten nimmt in Deutschland stetig zu. Meist haben Zwillingsgeschwister Zeit ihres Lebens ein besonderes Verhältnis zueinander – dies beginnt schon im Mutterleib. „Zwillinge haben bereits vor der Geburt eine sehr enge Bindung“, so Dr. Manuel Wilhelm, leitender Neonatologe im Perinatalzentrum der Gelnhäuser Main-Kinzig-Kliniken: „Sie teilen sich über die gesamte Schwangerschaft den ohnehin schon engen Raum. Jede Bewegung des einen Zwillings überträgt sich auf den anderen, Veränderungen bei der Mutter wirken sich meistens auf beide Kinder gleichermaßen aus.“ So lässt sich auch nach der Geburt eine hohe Verbundenheit beobachten. Viele Zwillinge haben einen ähnlichen Rhythmus und trotz unterschiedlichen Geschlechts oder Temperaments viele Gemeinsamkeiten.

Gerade Zwillinge kommen jedoch – vor allem aufgrund des geringeren Platzangebotes – oft zu früh auf die Welt. „Auf neonatologischen Stationen sind sie deshalb häufig zu sehende Gäste“, berichtet Dr. Wilhelm. Besonders im typischen Umfeld einer Intensivstation mit den für die Kinder völlig neuen Reizen bietet das Geschwisterkind einen vertrauten Gegenpol. „Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ‚naheliegend’, Zwillinge nach der Geburt in einem gemeinsamen Bettchen unterzubringen“, so der Kinderarzt. Der direkte Kontakt zwischen Zwillingen wirke beruhigend: Herzschlag und Atmung des Geschwisterchens sind seit Monaten vertraut und ersetzen oft den Schnuller oder vorübergehend auch die Eltern.

Über die aktuelle Zuwendung des Fördervereins Barbarossakinder – Pro Kinderklinik Gelnhausen e.V. freut sich das Klinikteam daher ganz besonders: ein spezielles Zwillingsbettchen für die Kinder-Intensivstation. Dieter Karnelka aus Birstein übergab hierzu eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an den Förderverein. „Ehrenamtliches Engagement und die Unterstützung sozialer Einrichtungen waren mir seit jeher sehr wichtig“, so Dieter Karnelka. Daher sei es ihm ein Herzensanliegen gewesen, anlässlich seines 60. Geburtstages auf Geschenke zu verzichten und die 160 feiernden Gäste stattdessen um Spenden zu bitten. Den zustandegekommenen Betrag teilte er an die Kinderkrebshilfe Frankfurt und die Barbarossakinder auf. „Auf die Idee, auch den Förderverein der Gelnhäuser Kinderklinik zu bedenken, brachte mich mein Sohn“, erinnert sich der Spender. Jörg Karnelka ist in den Main-Kinzig-Kliniken tätig und war bei der Spendenübergabe ebenfalls anwesend.

Ole Schön, Beauftragter für Finanzen bei den Barbarossakindern, reichte den Betrag sogleich an die Main-Kinzig-Kliniken weiter: an den Chefarzt der Kinderklinik Dr. Hans-Ulrich Rhodius sowie die Leiter des Perinatalzentrums – die Chefärztin der Frauenklinik Dr. Elke Schulmeyer sowie den Neonatologen Dr. Wilhelm. „Wir freuen uns, dass das Bettchen daraufhin unverzüglich angeschafft werden konnte und den kleinen Zwillingspatienten nun schon zur Verfügung steht“, so Schön. „Bei der Spende handelt es sich um eine beachtliche Summe für unsere kleinen Patienten“, waren sich die Mediziner einig und bedankten sich im Namen der gesamten Station. „Auf diese Weise werden zukünftige Zwillingspärchen nun noch komfortabler untergebracht werden können – bei gleichzeitig optimaler ärztlicher und pflegerischer Versorgung“, so Dr. Rhodius. Und auch Dieter Karnelka zeigt sich zufrieden mit der Verwendung seiner Spende: „In meiner Familie kommen ebenfalls Zwillinge vor. Dass ein solches Bettchen für die Gelnhäuser Frühgeborenenstation angeschafft wurde, welches den Kleinen gegenseitige Nähe ermöglicht, halte ich für eine sehr gute Idee.“

 

Quelle: Unternehmenskommunikation Main-Kinzig-Kliniken; Gelnhausen, den 23. November 2015

 

Bildinformation:

v.l.n.r.: Dr. Manuel Wilhelm und Dr. Elke Schulmeyer (Leiter des Perinatalzentrums Gelnhausen), der Spender Dieter Karnelka und sein Sohn Jörg Karnelka, Ole Schön (Vorstand Barbarossakinder), Dr. Hans-Ulrich Rhodius (Chefarzt der Gelnhäuser Kinderklinik).